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Offizielles Abschlussfoto |
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"Aus! Aus! Aus, das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister!!!".
So oder ähnlich hätte wohl das Motto der letzten Tage meines
Auslandsjahres heißen können. Nur mit dem kleinen Unterschied,
dass Deutschland eben (noch) nicht Weltmeister ist, und ich heute nach
insgesamt 30 Stunden schweren Herzens wieder in Deutschland angekommen
bin. Von einem Tag auf den anderen, einfach so aus dem Auslandsjahr
gerissen. So schnell kann's gehen…
Um es mal ganz klar auf den Punkt zu bringen: Der Abschied aus Williamsburg
ist mir schwer gefallen. Ich könnte jetzt viel hin- und herargumentieren,
dass man sich doch über die schöne Zeit freuen soll, die
man dort gehabt hat, anstatt traurig darüber zu sein, dass man
schon wieder gehen muss. Aber es hilft halt alles nichts, man ist halt
einfach traurig, wenn man einen Ort und die Menschen die man dort lieb
gewonnen hat, wieder verlassen muss. Die letzten fünf Monate in
Williamsburg, wie auch das gesamte Auslandsjahr incl. dem Semester
in Singapur waren einfach unvergesslich. Punkt. Keine Diskussion. Das
sind einfach Erfahrungen und schöne Momente, die mir niemand mehr
nehmen kann.
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Traurig: Abschiesfoto |
"Was vom Tage übrig blieb"
Was also haben mir die letzten 11 Monate gebracht? In jedem Fall die
wohl aufregendste und abwechslungsreichste Zeit, die ich bisher erlebt
habe. Während der letzten 11 Monate habe ich fast im Wochenrhythmus
neue Leute kennen gelernt, Trips zu spannenden Orten gemacht und nebenbei
nicht nur an der Uni fachliches Wissen sondern auch fürs gesamte
Leben in Bezug auf Kultur und Sprachfähigkeiten unglaublich viel
gelernt. So oder so, für den Rest meines Studiums an der EBS im
guten alten Oestrich-Winkel wird es verdammt schwer werden, diese Zeit
noch zu toppen, ganz gleich wie viel Spaß ich dort mit meinen
eingeschworen Freunden haben werde…
War somit das Auslandsjahr eine "einmal gesehen und gut"
Erfahrung? Sicher nicht. Langsam glaube ich wirklich, was mir ein
Bekannter während mehrerer Telefonate
Bereits im Vorfeld versichert hat: Den eigentlichen Wert wird man persönlich
erst in ein Paar Jahren schätzen können. Wollen wir's hoffen…
;)
Was aber noch viel wichtiger ist als die gewonnene "Erfahrung"
sind die Freunde, die ich während dieser Zeit gewonnen habe. Natürlich
wird man viele von ihnen vermutlich nie mehr wieder sehen, einfach
weil es halt der Lauf der Dinge ist. Aber etwas stolz macht es mich
schon, dass ich jetzt im Fall eines Falles eine Bleibe in vielen verschiedenen
Ländern der Erde der Welt (Australien, China, Taiwan, Singapur,
USA etc) hätte.
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Die muntere Truppe der Austauschstudenten |
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Trotz allem Pessimismus und dem vermutlich unwiderruflichen "goodybye-sagen"
freue ich mich aber jetzt schon darauf, zumindest ein paar Bekannte
schon diesen Sommer in Deutschland wieder zu sehen. Mit Ella aus Singapur
(siehe Chinese-Garden pictures),
Viktor aus Schottland (mein alter Freund aus der Zeit in Trier) und
Angela aus Taiwan (Viktors Freundin) werde ich Anfang Juni eine kleine
Europa-Tour u.a. nach Wien und Prag machen. Daniel (der uns während
meiner Zeit in Williamsburg zu sich nach
Hause nach Washington eingeladen hat) wird ein Jahr lang in Münster
studieren und Jes (wir hatten ein gegenseitiges Agreement dass ich
ihre Deutschaufsätze korrigiere und sie dafür meine englischen
Papers gegenliest) wird schon in weniger als zwei Wochen in Heidelberg
ein sechswöchiges Summerprogram absolvieren. Bei allen anderen
war es zwar schon ein komisches Gefühl, ihnen vermutlich auf Dauer
goodbye zu sagen, da man doch letztendlich nur rein zufällig während
eines Lebensabschnittes am gleichen Ort war. Trotzdem überwiegt
doch die Freude an die schönen Erinnerungen, die man zusammen
hatte.
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Etwas Wehmut bei einem der letzten Tage an
Wiliam&Mary |
Folgende Momente aus über 11 Monaten werde ich übrigens
besonders vermissen:
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das regelmäßige "bei Sonne auf der UC Terrasse
sitzen und über Gott und die Welt reden"-Ritual mit Phil.
-
Mit Simon für n Apple und n Ei in Singapur
abends im Marina Bay Foodcourt mit unglaublichem Blick auf die
Skyline Essen gehen
-
die Hausparties in den USA die (man glaubt es kaum) tatsächlich
so sind wie in den ganzen amerikanischen College-Filmen
-
das wöchentliche Bier mit Phil im "Leafe"
-
die lustigen Pre-Parties wie die zum "King & Queens
Ball", wo ich mit zwei weiteren Typen die einzigen männlichen
Partygäste in einem Sorrority-Haus waren… ;)
-
Bei Mara auf dem Rücken auf dem Bett liegen und rumphilosophieren
-
Die Geckos in meiner Wohnung in Singapur, die freundlicherweise
alle Insekten mit einem Kampfschrei aufgefressen haben ;)
-
Lucy's putzige Grimassen (Mein Spitzname für sie war "Meister
der 101 Grimassen
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Begrüßungsdekoration von Nadja in
Mainz.
It's good to be home. |
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Wie gesagt, diese Liste ließe sich jetzt noch beliebig weiter
fortführen. Allein die Tatsache, dass ich zu jedem meiner über
3500 Bildern eine kurze Geschichte erzählen könnte, gibt
glaub ich einen ganz guten Eindruck, was ich alles erlebt habe und
demnach auch vermissen werde…
Könnte ich mir nach all dem Herumreisen also vorstellen, für
eine begrenzte Zeit irgendwo im Ausland zu leben? Die Antwort ist ganz
klar "ja, aber". Denn so schön New York oder Hong Kong
für eine Zeitlang auch sein mögen, aber für längere
Zeit wäre mir das eindeutig zu hektisch. Dann doch schon lieber
irgendwann im Alter eine kleine Schafsfarm in Neuseeland direkt an
dem See über dem im Halbstundentakt die Skydiver aus 4km Höhe
aus dem Flugzeug springen, und deren "aarghhh yeeeehaa" das
einzige ist, was die totale Stille des Schafs-Blöken stört.
Oder in Sydney, der absoluten Traum-Stadt. Oder San Francisco, oder...
;)
Zum Abschluss mal noch ein paar Zahlen, einfach mal so wild zusammengetragen:
14: Anzahl der besuchten Länder
22: Anzahl der Flüge während des Auslandsjahres
13: Anzahl der verschiedenen Währungen (Woher kommt der
Unterschied zu der Anzahl der besuchten Länder ? Tja, ganz einfach:
Ich weigere mich einfach, das wertlose Papiergeld von Kambodscha als
Währung anzuerkennen… ;) )
3755: Anzahl der Bilder, die ich seit meiner Ankunft in Singapur
gemacht habe (alle schlechten Bilder sind schon in den Müll geflogen,
weshalb diese brachiale Anzahl wirklich größtenteils sehr
gute Bilder sind)
5,35 Gigabyte: Menge an Daten (Bilder, Videos, Reiseberichte,
Fahrtrouten, etc) die ich innerhalb des Auslandsjahres gesammelt habe.
200 km/h: Erreichte Geschwindigkeit beim Skydiven in Neuseeland
16 m: Maximale erreichte Tiefe beim Tiefseetauchen in Malaysia
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Nicht nur einer der schönsten Orte bei
uns and der Uni, sondern auch eins der schönsten Bilder
aus William&Mary |
Und auch wenn mein Auslandsjahr jetzt leider endgültig vorbei
zu sein scheint, werde ich doch wohl auch in Zukunft mit Viktor zusammen
unseren Blog im Stil dieser Website weiterführen. Und obwohl ich
in absehbarer Zeit keine exotischen Länder mehr besuchen werde,
so wird doch sicher der ein oder andere amüsante Beitrag herauskommen.
Wer also weiterhin auf dem Newsletter bleiben möchte sollte am
Besten seine eMail Adresse in das Feld am rechten Rand eintragen.
Habe ich noch was vergessen? Natürlich: Leider war Tobi der einzige
unserer Vierergruppe, den ich während des ganzen Jahres tatsächlich
nirgendwo getroffen habe. Bei Simon und Phil hingegen muss ich mich
für die wirklich tolle Zeit in Singapur bzw. USA bedanken. Da
gibt es doch so einige Momente, die ich noch lange in Erinnerung behalten
werde…
Somit ist www.roundtheworld.hermeswein.de tatsächilch an seinem
endgültigen Ende angelangt. Etwas Wehmut habe ich natürlich
schon, nach 11 Monaten diese Seite tatsächlich einzumotten.
Allen, die mich auf dieser Reise begleitet haben, sei es über
die Website (die Seitenaufrufe haben mich gegen Ende wirklich umgehauen),
als auch mit eMails und Bildern mit Infos aus der Heimat versorgt haben
an dieser Stelle nochmal ein herzliches Danke.
Und natürlich ein Danke an all jene, die ich auf meiner
Reise kennen gelernt habe:
Dhania, Valli, James, Lan Luh, Daniel, Usha, Anthony, Ella, Frank,
Su Jen, Alvin, Maja, Rob, Megan, Ehsan, Andrea, John, Beth, Diane,
Crystal, Juciana, Holly, Clayton, April, Gwen, Jes, Friedrich, Daniel,
Katie, Siobhan, Victoria, Melanie, Edwin, Ewurama, Leo, Virginie, Chaoyen
Lu, Michaela, Sarah, Lyz, Becky, Lucy, Gert, Shelly, Patrick, Daniel,
Allie, David, Laura, Ann Marie, Dasha, Clarissa, Philla, Patricia,
Takanori, Stephanie, und natürlich Simon, Phil und
Mara.
Wie hat eine Freundin mir noch vor zwei Tagen kurz vor Abflug per SMS
geschrieben:
"Denke nicht an den Abschied sondern nur an die besten Momente,
die du erlebt hast".
In diesem Sinne
stefan:.