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22. April 2006: King & Queens Ball, German cooking und Campuslife




Die muntere Truppe beim "King & Queens Ball"
Luciana, Drea, Laura und meine Wenigkeit ;)

Heyho, nach etwas längerer Abstinenz mal wieder ein kurzer Bericht von meiner Seite.

Ich kann jetzt viel hin und her diskutieren, aber in GENAU zwei Wochen werde ich wieder in Deutschland sein. Am 8. Mai geht mein Flug ab New York (hab noch keine Ahnung wie ich da überhaupt hinkomme. Nach meiner Erfahrung von vor zwei Wochen jedenfalls werde ich da nicht noch einmal mit dem Auto hinfahren ;) ). Und am 9. Mai werde ich demzufolge wieder in Deutschland aufschlagen. Rette sich wer kann...
Wenn jetzt der ein oder andere sagt "nanu, 8. Mai, da war aber vorher eigentlich was anderes geplant?" Ja, eigentlich war geplant, dass ich genau an meinem Geburtstag, dem 18. Mai zurück nach Deutschland fliege. Problem war aber nur, dass ich schon am 25. Mai (also nur ein paar Tage später) eine Freundin aus Singapur in Holland besuchen werde. Und dann beginnt auch schon Anfang Juni mein Praktikum in Düsseldorf. Ergo: Würde ich erst am 18. Mai zurückkommen, wäre das insgesamt viel zu wenig Zeit und alles wäre viel zu knapp bemessen. Denn wenn ich alleine an den riesigen Stapel Papierkram auf meinem Schreibtisch denke, der mich dort schon lächelnd begrüßt... Willkommen zurück in der Wirklichkeit… ;)

Seit meinem letzten Bericht ist hier an William&Mary recht viel passiert (was man wohl auch an der Bildergalerie sehen kann). Im Vergleich zu Singapur nichts wirklich großes (also keine Reisen in fremde Länder oder so), sondern einfach die vielen kleinen Dinge, Treffen mit Freunden, gemütliche Abende, etc, die ich in Deutschland mit Sicherheit vermissen werde. Und genau das habe ich auch versucht, in dieser Bildergalerie einzufangen.

Eine nette Begleitung gab es zum Ball natürlich auch.

Erstes Highlight war mit Sicherheit der von mir und Phil organisierte deutsche Kochabend. Wagemutig und unerschrocken (wir beide hatten in unserem bisherigen Leben maximal für 2 Personen incl uns selber gekocht), haben wir unserem ganzen Freundeskreis, also insgesamt 13 Leute, angeboten, für sie deutsches Essen zuzubereiten (Pellkartoffeln mit geschmolzener Butter Zwiebeln und Rahm sowie Frikadellen und Gemüse). Das ganze hat dann auch überraschenderweise ganz gut geklappt (wie gesagt, Phil und ich haben beide realtiv wenig Erfahrung mit Kochen), bis plötzlich auf unfreiwillige Weise der Feueralarm ausgelöst und das ganze Gebäude evakuiert wurde (!). ;) Denn leider war der Feuermelder in der kleinen Kellerküche (das Fenster war in etwa so groß dass ich da mal gerade meinen Kopf durchstrecken konnte) durch die Rauchentwicklung unserer Brutzelei etwas irritiert und hat dann den Dampf der Zwiebeln einfach als Großbrand identifiziert und einfach mal den Feueralarm getriggert. Aber wie sagt der Kölner: "Alles gitt gudd", und das Essen hat am Ende trotz allem wirklich allen geschmeckt, …, angeblich. ;)

Wie in den ganzen College-Filmen:
Der King & Queens Ball

Was ich bisher immer nur aus den ganzen College-Filmen und aus dem Kino oder irgendwelchen Teenie-Serien kannte, konnte ich dann in den letzten paar Wochen gleich zweimal live und in Farbe selbst erleben: Die Rede ist von den für Amerika typischen "Formals" (Formaler Abend von Studentenvereinigungen) und erst letztes Wochenende der berühmt berüchtigten "King & Queens Ball". Zur Information: Der "King & Queens Ball" ist der wohl wichtigste Ball des Jahres hier an William&Mary. Und um ehrlich zu sein: Das ist eine Sache, die ich in Deutschland schon irgendwie vermissen werde: Man zieht sich schick an, sucht sich hochoffiziell ein Date für den Abend und geht dann nach einem kurzen Abstecher über ein oder zwei "Preparties" auf den eigentlichen Ball. Ich glaube ich muss dazu jetzt nicht allzu viel erzählen, da die meisten Bilder eigentlich für sich sprechen dürften. Beim ersten Ball zwei Wochen vorher gab es übrigens ein besonderes Highlight: Die gesamte Studentenvereinigung besteht ja ausschließlich aus Frauen. Und auf jedem ihrer Bälle, die einmal pro Quartal stattfinden, wird dann hochoffiziell der "Mann des Quartals" (nach nicht näher definierten Kriterien) gewählt. Der glückliche Gewinner stellt sich dann vorne auf die Bühne und ALLE Frauen (ich sagte ALLE, also so ca. 80 oder so) knien vor ihm nieder und beten ihn an. Ein wirklich bizarres Bild, also unbedingt die Bildergalerie anschauen.

Chefkoch bei der Arbeit

Soviel mal wieder von meiner Seite. Ich müsste lügen wenn ich sagen würde, dass ich schon etwas traurig bin, wenn in zwei Wochen der Spuk hier vorbei ist und ich wieder in good old Germany sein werde. Nicht zuletzt weil ich hier, noch mehr als in Singapur, unglaublich nette Leute kennen gelernt habe. Und um es mal ganz unverklärt zu sagen: Viele von denen wird man vermutlich nie wieder sehen, so traurig (aber auch normal) das auch sein mag. Tja, auch ein Effekt des Auslandsjahres, den man einfach lernen muss.
Zumindest mit einer besonderen Person aus Williamsburg (siehe auch) werde ich hoffentlich auch noch nach meiner Zeit hier in William&Mary versuchen weiterhin in Kontakt zu bleiben. Zwei weitere werde ich vermutlich während ihres Auslandssemesters in Deutschland das ein oder andere Mal sehen. Alles Dinge, die mich eigentlich optimistisch stimmen, auch oder gerade weil ich in etwa vier Wochen ja auch Ella aus Singapur in Deutschland begrüßen darf... ;)

Dann mal bis demnächst, ich denke ein Bericht mit Bildern vom Besuch meiner Eltern und dem Trip nach New York werde ich noch veröffentlichen.

In diesem Sinne…

stefan:.


Forsetzung folgt...