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Verschnaufpause aum Rand
des Flusses in Malaysia |
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Vorweg: Dieser Bericht wird etwas kürzer, da ich nächste
Woche ein Midterm Exam und ein Quiz überleben muss (ja, ich muss
hier an der Uni als Austauschstudent alles nur "bestehen",
die Noten werden glücklicherweise nicht angerechnet). Daher habe
ich dieses Wochenende noch einen Sack voll Arbeit. Erstes Wochenende
ohne Freizeit, so eine Unverschämtheit. :) Wie sagte ein ehemaliger
Lehrer von mir: "Manche sehen Schule nur als lästige Unterbrechung
ihrer Freizeit". Tja... ;)
Auch ist diesmal die zu diesem Bericht gehörende Bildergalerie
etwas zerstückelt, da ich Bilder von verschiedenen Ausflügen
reingestellt habe.
Das Highlight der letzten Tage war mit Sicherheit die sogenannte "Wasserfalltour"
der NUS Rovers. Die "Rovers" sind hier an der UNI eine muntere
Truppe von Extremsportlern, die neben Tauchen und Klettern auch mehrtätige
Wanderungen jenseits jeglicher Zivilisation anbieten.
Mit dieser Truppe habe ich mich also in meinem jugendlichen Leichtsin
für den zweitägigen Wasserfalltrip nach Lumbung in
Malaysia angemeldet, wo wir, so die Beschreibung, an einem Fluss an
drei Wasserfällen entlangwandern sollen um dann letztendlich die
Nacht auf einem freien Platz mitten im Regenwald von Malaysia zu verbringen.
Klang also sehr abenteuerlich...
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Erster der drei Wasserfälle.
Sehr sehr beeindruckend. |
Um es vielleicht vorweg zu nehmen: Obwohl diese ganze Tour nur zwei
Tage dauerte, hat sie alles übertroffen, was ich mir darunter
vorgestellt habe ("Joa, hmm, halt Wasserfälle gucken und
mitten in der Pampa übernachten"). Schon allein die Anfahrt
zu dem Startpunkt unserer Wanderung war absolut abenteuerlich. Erst
mit der U-Bahn zur Grenze von Singapur, von da aus dann mit dem Bus
über die Grenze nach Malaysia, dann mit dem Bus in eine 80 km
entferntes Dorf mitten im Nirgendwo, und von da dann nochmal 15 Minuten
mit dem Taxi ins Nichts (die Taxifahrt war übrigens sehr sehr
abenteuerlich, um nicht zu sagen "rasant"). Der Ort, wo man
uns dann abgesetzt hat, war im übrigen wirklich mitten in der
Pampa! Kein Dorf oder Stadt weit und breit, sondern einfach mitten
im Regenwald.
Mit unseren 15 kg Gepäck auf dem Rücken (Zelte, Kleider,
Kochbesteck, 5 Liter Wasser, etc) ging es dann zunächst einmal
ganz harmlos los über eine weite Ebene, gesäumt mit Palmen
und kurzen Sträuchern. Kurze Zeit später zeigte sich aber,
aus welchem Holz der zweitägige Trip wirklich geschnitzt sein
wird: Was anfangs noch relativ simpel war (ähnlich einer Wanderung
durch die Oestricher Weinberge) wurde mit zunehmender Dauer immer haariger:
Je näher wir an die drei Wasserfälle kamen, desto herausfordernder
wurde auch unser Weg. Teilweise mussten wir (mit Gepäck auf dem
Rücken) durch 1 Meter tiefes Wasser waten (super geiles Gefühl),
oder an Felswänden mit Lianen hochklettern. Wer kleiner als 1,60
war (v.a. die weiblichen Teilnehmer) hatte halt am Ende einen durchnässten
Rucksack (incl nasser Klamotten, die bei 100% Luftfeuchte auch nicht
mehr so schnell trocken wurden). Letzeres (also nasse Klamotten) hatten
am Ende aber irgendwie alle, da es zeitweise mal wieder einen 2-Stunden-Monsun
gab (also der berühmte An-Aus Regen), was ohne Schirm nicht so
wirklich gut endete. Die Wasserfälle zu beschreiben ist im Übrigen
sinnlos. Also am Besten mal die Bilder
ansehen.
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Abschiedsfoto beim Verlassen unseres Nachtlagers. |
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Am "Zeltplatz" angekommen (eigentlich war es nur eine
zufällige Lichtung im Regenwald, siehe Bildergalerie)
galt es dann in strömendem Regen das Zelt aufzuschlagen und lecka
Essen zu machen. Da es kein fließendes Wasser gab, wurden wir
(also die männlichen Teilnehmer) auch endlich von der Last von
je 5 kg Trinkwasser befreit, welches wir die ganze Zeit wie die letzten
Packesel zusätzlich zum Zelt und dem Kochbesteck schleppen durften.
Dafür wurden wir dann aber auch mit einem fürstlichen Abendessen
belohnt. (Ach ja, schöne Rollenverteilung: Die Männer schleppen
den Krams und bauen das Zelt auf, und die Frauen kochen das Essen).
Der Rückmarsch am nächsten Tag ging dann vergleichsweise
problemlos über die Bühne (von den üblichen Blessuren
und Blutegel-Unfällen einmal abgesehen). Und irgendwie war dann
auch sehr merkwürdig, nach zwei Tagen wieder aus dem Regenwald
in die Zivilisation zurück zu stapfen. Auch ist es sehr schade,
dass ich zum nächsten Trip der "Rovers" im Dezember,
dann vier Tage nach Borneo, nicht dabei sein kann, da ich zu diesem
Zeitpunkt schon leider in Sydney sein werde. Sehr sehr schade...
Soviel zum Lumbung Trip. Die Bilder geben einen sehr guten Eindruck
von der ganzen Aktion wider. Wovon ich aber leider keine Bilder habe
(Achtung: jetzt kommt was ganz anderes) ist von der legendären
"New Asia" Bar (hier nur der Link
zur Website mit Bildern) im 70. (!) Stock des "Swiss Hotels".
Dass der Ausblick über die Skyline von Singapur hier gigantisch
(und die Cocktails während der Happy Hour nicht mal sooo teuer
sind) erübrigt sich wohl von selbst.
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Leichtmatrosen auf hoher See... |
Letzter Schwank dieses Berichts:
Ich habe gestern Abend durch einen glücklichen Zufall (der glückliche
Zufall auf dem letzten Bild der Bildergalerie
heißt Valli und ist in meiner legendären Marketing Gruppe)
eine 60 $ Eintrittskarten für den Club Momo bekommen.
Dort fand an dem Abend eine ziemlich exklusive Party des Radiosenders
mit DJ, Moderation und Livemusik statt. Der Club an sich ist schon
sehr spektakulär (hab ich erwähnt dass die Getränke
frei waren?), aber noch surrealer waren die Bands, die da aufgetreten
sind. So stand neben einer Rockband in Superman-Kostüm auch eine
Band auf der Bühne, deren Sänger als Papst verkleidet war
(sogar mit der Papst-Mütze!). Total verrückt, v.a. weil die
Musik von denen echt spitze war. Zwischendurch gab es dann noch eine
Band mit sehr guter unplugged Gitarrenmusik sowie zwei 15 und 18 jährige
mit einer phänomenalen "Beatbox" Performance. Also ein
wirklich bunter Mix.
Als dann das Abendprogramm dem Ende zuging und die Moderatoren ihren
Platz mit den DJs wechselten, gab es eine Überraschung (zumindest
für mich als Westler). Wenn in Deutschland ein Tisch auf der Tanzfläche
steht, dann benutzen ihn die Leute höchstens zum Gläser-abstellen.
Hier läuft das ganze aber anders: Als um 11 zwei Tische auf die
Tanzfläche geschoben wurden, dauerte es keine 3 Minuten, bis dort
mehrere Leute tanzten. Total lustig, nicht nur die Tatsache an sich,
sondern auch deren Tanzstil... :)
Soviel für den Moment (und die Bildergalerie
nicht vergessen... ;)
stefan:.
Forsetzung folgt...