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Unglaubliche Weitsicht auf dem Franz Josef
Gletscher |
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Also ich muss mich ja selbst echt immer wieder wundern, dass hier
während meiner Rundreise immer alles so klappt wie ich das vor
über einem halben Jahr ohne jegliches Vorwissen geplant habe.
Denn vor allem Neuseeland war eine ganz heiße Kiste: Da ich insgesamt
hier auf Neuseeland nur 16 Tage Zeit zum Reisen hatte, musste die gesamte
Route im Voraus geplant und gebucht werden. Dazu gehörten nicht
nur15 unterschiedliche Hostels zu buchen, (Weihnachtszeit = Hauptsaison),
sondern auch 15 Buszeiten, eine Fähre, ein Inlandsflug und zwei
separate Bustouren. Ein logistisches Mammutprojekt sozusagen :)
Glücklicherweise hat bisher alles immer so geklappt wie ich mir
das vorgestellt habe. Lediglich meine unglaubliche Masse an Gepäck
bemühte sich, mir das Leben unnötig "schwer" zu
machen. Insbesondere in den Hostels, den Hochburgen "linker alternativer
Öko-Backpacker" (Achtung: Ironie) sieht man 30 Kilo Gepäck
incl Laptoptasche nicht allzu häufig, so dass ich bei meiner Anreise
häufig nicht so wirklich ins Bild passte. (Nachtrag zum Thema
Gepäck: Wie schon in Australien suchen Hunde am hier in Neuseeland
am Flughafen nicht nach Sprengstoff (das macht ein arschteures Spezialgerät
von GE), sondern aus Quarantänegründen nach Obst und Gemüse…)
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Typisch Neuseeland: Kühe, Schweine und
Rehe
vor unglaublicher Kulisse. |
Wie auch immer: Insgesamt ist Neuseeland wie erwartet ein unglaublich
schönes Land und gerade wie aus dem Film "Der Herr der Ringe"
entsprungen. Mehr kann man dazu einfach nicht sageh, daher am Besten
einfch mal die Bildergalerie
anschauen. Auch sind die Leute hier ähnlich freundlich wie in
Australien und alles versprüht ein wenig den Charme, das hier,
abseits vom Weltgeschehen, die Welt noch in Ordnung ist und die Leute
einfach friedlich vor sich hinleben. Wenn ich also glaubte, Australier
würden schon ein sehr unbekümmertes und abgeschiedenes Leben
führen, so trifft das für Neuseeland doch noch um einiges
mehr zu. Auch wegen der extremen Prägung durch die Landwirtschaft
(20 Mio Schafe bei 4 Mio Einwohnern) wirkt hier alles so ruhig, so
dass man häufig nur das "Mähen" der Schafe als
einziges Geräusch vernimmt.
Zweite Besonderheit von Neuseeland ist deren putziges Lokaltierchen,
der Kiwi: Der Kiwi war vor Millionen von Jahren mal ein normaler Vogel.
Nun war Neuseeland aber etwa 80 Millionen Jahre als Insel mitten im
Nirgendwo von der "restlichen" Welt abgeschieden, so dass
weder Mensch noch sonstwas die muntere Mutation unsers Kiwis beeinflussen
konnte. Nun hat die Natur geglaubt, es wäre doch mal eine lustige
Idee, unseren Kiwi seine Flügel, Schwanzfedern und Augen zu rauben
und stattdessen mit Schnurrhaaren, einem krummen Schnabel und einem
gebückten Watschelgang auszustatten. Und voilá, der Kiwi
war geboren, sicherlich eins der putzigsten, aber gleichzeit auch unbeholfensten
Tierchen von Neuseeland.
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Unglaubliches Panorama vor
unwirklich erscheinendem See. |
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Mein erster Abend (in Roturua) war ähnlich unangenehm wie meine
30 kg Gepäck zum ersten Hostel zu tragen: Aufgrund vulkanischer
Aktivität roch (stank) es im ganzen Ort dermaßen widerlich
nach Schwefel, dass ich es dort nicht länger als einen Tag ausgehalten
hätte. Einziger Vorteil dieses Gestanks: Die "Mudpools",
Becken aus kochendem Schlamm, wirkten sehr beeindruckend.
Wellington, die Hauptstadt von Neuseeland war dann zwei Tage später
aus einem besonderen Grund für mich besonders interessant. Denn
spätestens seit Peter Jacksons "Herr der Ringe" Trilogie
ist diese beschauliche Stadt mit einem Mal auf der Film-Landkarte gerade
neben Hollywood aufgepoppt. Das "Embassy Theather" war daher
für mich dann auch wie der der Petersdom für die Christen,
feiern doch hier die Filme von Peter Jackson regelmäßig
mit allerhand Lokalpatriotismus ihre Premiere. Nur eine Woche vor meiner
Ankunft feierte gerade der (leider etwas mittelmurksige) King Kong
von Premiere (Kommentar unseres Fahrers: "So ein Mist, da war
wieder die ganze Stadt gesperrt"). Wellington war übrigens
der Ort, an dem ich nach drei Tagen "Brot und Müsli"
mal wieder richtig dick essen war (seit Singapur hat es mir das japanische
Essen echt angetan).
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Heiligabend: Eben noch auf dem Glescher,
dann schon beim Festessen bei
sommerlichen Temperaturen auf der Terasse. |
Weiteres Highlight meines bisherigen NZ Aufenthalts war schließlich
mein erster "Skydive". Das ganze war eher eine spontane Entscheidung,
die ich aber kein Stück bereue. Die Tandemmaster (so heißen
die Leute an denen man festgekettet aus dem Flugzeug springt) sind
übrigens die verrückteste Berufsgruppe, die mir bisher untergekommen
ist. Die machen nämlich (hauptberuflich) nix anders, als 7 Tage
die Woche etwa 10 Mal am Tag aus 4 - 5 km Höhe aus einem Flugzeug
springen. Allein mein Tandemmaster hatten bereits weit über 1500
Sprünge hinter sich (übrigens ein gutes Zeichen dass die
Sache sicher ist) und bereitet sich gerade auf die WM im Jahr 2006
in Deutschland vor.
Wie schon in Australien sind auch hier in Neuseeland die Leute, die
man in den Hostels trifft, teilweise sehr, …, nennen wir es
"interessant". Unter das Kapitel "verkehrte Welt"
fiel die berufliche Einstellung einer Deutschen, die sich in ihrem
Beruf etwas mehr Routine und etwas weniger Kreativität wünschte
(da konnte ich doch nur verwirrt den Kopf schütteln, würde
ich mich doch bei einem Routine-Beruf wohl früher oder später
von der Brücke stürzen). Auch interessant waren die vier
Mädels, die am vierten Abend meinem Fünferzimmer zugeteilt
wurden. Tja, da hat es der liebe Gott wohl sehr gut mit mir gemeint…
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Momentaufnahme bei Queenstown |
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Und mal nebenbei (weil viele gefragt haben wie denn eigentlich Weihnachten
war): Es war zwar irgendwie schon merkwürdig nicht zu Hause zu
sein, aber trotz allem hab ich hier den lustigsten Heiligabend mit
zwei Kanadierinnen und drei Amis verbracht. Das Fest der liebe und
der Freude haben wir dann auch mit dem Ami-Film "SWAT" ausklingen
lassen. Letzterer ist zwar nicht so der Brüller, aber zum brüllen
komisch wenn die Amis (alle drei zufällig aus L.A. dem Ort von
SWAT) lustige Gangsta-Kommentare zu den gezeigten Orten abgeben konnten.
Habe immer noch Bauchschmerzen vor Lachen... :)
Auf jeden Fall war Weihnachten genau das Gegenteil vom befürchtete
"Stefan sitz allein singend in seinem Zimmer vor einer Kerze".
Von daher zwar anders als sonst, dafür aber ein unglaublich lustiger
und unterhaltsamer Abend wie seit langem nicht mehr.
Soviel für den Moment. Auf jeden Fall die Bilder
nicht vergessen. Oder einfach mal was im Gästebuch
posten...
stefan:.
Forsetzung folgt...